Warm-up: Wanderweg E5: Konstanz – Oberstdorf Juli 2015

4. Juli 2015 mit dem Bus nach Konstanz

Puh, es gibt wahrlich schönere Orte, als an einem dunklen Busbahnhof mit dubiosen Gestalten eine Reise anzutreten, die der Stück eines Lebenstraums ist. Einmal über die Alpen soll es gehen. In Konstanz beginne ich, und das erste Stück soll dann in Oberstdorf enden. Die vor mir liegende Woche ist quasi eine Generalprobe. Gewandert in den Bergen bin ich bereits, aber nie allein. Und das erste Stück des E5 ist geradezu ideal, um einmal auszuprobieren, wie es sich ohne Gesellschaft läuft.

Nun sitze ich aber zunächst mit einem Kloß im Hals an der Bushaltestelle in München und warte bei über 30 Grad sehnsüchtig darauf, in den klimatisierten Bus nach Konstanz eingelassen zu werden.

Als es dann endlich soweit ist, nehme ich dann doch den Platz oben in der ersten Reihe, mit Panoramablick. Na also, gibt doch schlechtere Möglichkeiten, eine solche Reise anzutreten. Hinter mir sitzt eine Nonne, auch das werte ich mal als gutes Omen. Als der Bus dann für mich vollkommen unerwartet mit der Fähre über den Bodensee kutschiert wird, ist meine Welt mehr als in Ordnung. Mit einer zusätzlichen Bootstour hatte ich nicht gerechnet. Das Wasser ist satt-türkis und ich finde es wunderbar.

Mein Hotel in Konstanz liegt mitten in der Altstadt, nach einem kleinen Stadtbummel und Abendessen ziehe ich mich zurück, auch nach 21 Uhr sind es noch immer 31 Grad, Hitzewelle, überall in Deutschland. Doch das hält mich nicht davon ab, früh am nächsten Morgen zu starten, wartet doch eine lange Etappe auf mich mit 32 Kilometern nach Arbon. Und aufgeben kommt für mich erstmal nicht in Frage.

Übernachtung: Hotel Barbarossa

00Konstanz
Konstanz

5. Juli 2015 Konstanz – Arbon

7 Std. 32 km

Die erste Etappe hab ich geschafft!!! Und das an einem Tag, wo die Temperaturen auf 38 Grad geklettert sind. Bin heute kurz nach acht in Konstanz los, schon da waren es 30 Grad (die Nacht brachte wenig Abkühlung und mein kleines Hotelzimmer war nicht klimatisiert, noch war Durchzug möglich, da eine Kühlanlage im Haus gegenüber die ganze Nacht schön vor sich hin gebrummt hat). Doch ich war überrascht, wie gut es sich laufen ließ, trotz der außergewöhnlichen Temperaturen. Immer wieder gab es am See schattige Abschnitte und ich konnte mich hin und wieder ausruhen. Direkt nach der Grenze in die Schweiz hat sich die Umgebung verändert, pompöse Badestellen haben zum Rasten eingeladen, eine Burnoutklinik war allerdings auch nicht weit entfernt. Bis nach Romanshorn lief es also ganz ausgezeichnet. Doch die letzten 2,5 Stunden waren dann doch eine Tortour. Auf der Karte war nicht eindeutig zu sehen, dass ein großer Teil des Weges entlang von Bahngleisen verlief, ohne Schatten … Als dann eine Einfahrt in Sicht kam, in der ein paar Bäume Schatten spendeten, hab ich mich da erstmal hingeworfen und versucht, den Körper weniger zum Schwitzen zu bringen, das war echt krass, wie in der Sauna, es lief ununterbrochen. Aber mit Zähne zusammenbeißen bin ich gegen halb sechs in Arbon angekommen und wurde vorzüglichst von meinen aribnb-Wirten Robert und Elena verpflegt. Es wurde gegrillt und zum Nachtisch gab es sogar Eis, ohne einen Pfennig extra (hab es irgendwie auch verdaddelt, Franken mitzunehmen).

Übernachtung: airbnb, Robert in Arbon

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Endlich am Ziel, nach einem sehr heißen Tag

6. Juli 2015 Arbon – Rheineck

4 ½ Std. 18 km

In der Nacht gab es zwei Gewitter, ziemlich laut und heftig. Das schöne ist, dass die Luft jetzt viel kühler ist. Doch für mich geht es erstmal zum Arzt, ich hab einen Stich in der Ferse, der einen Kreis gebildet hat, das möchte ich lieber ansehen lassen, bevor es weiter geht.

Interessant ist, dass ich die Schweizer echt so überhaupt nicht verstehen kann, wenn sie normal sprechen, sie müssen erst ins Hochdeutsche wechseln, damit Kommunikation mit mir möglich wird. Ich lande bei einem sehr netten Arzt, der sich ausgiebig Zeit nimmt und zu dem Schluss kommt, dass es kein Zeckenbiss sein kann. Ich war vorher mit einer Freundin auf dem Meraner Höhenweg und in dieser Höhe kommen wohl keine Zecken mehr vor. Er schenkt mir ein Messband und falls der Kranz größer wird, soll ich nochmal zum Arzt. Aber am wahrscheinlichsten ist es wohl, dass es ein normaler Stich war und sich durch das Wandern eine Entzündung gebildet hat.

Um elf kann ich dann also weiter. Doch den ersten Teil der Strecke finde ich nicht ganz so berauschend. An der Promenade zu Rohrschach mache ich noch eine Pause, bevor es vom Bodensee weiter weg und auf einen Höhenweg geht. Als ich eine Brücke überqueren will, scheint es dort kurz vorher einen Unfall gegeben zu haben. Als ich ein zerbeultes Auto sehe, wird mir ein wenig anders. Ganz viele Leute stehen am Brückengeländer und schauen runter. Dann erblicke ich ein Motorrad, was auf der Seite zwischen den Autos liegt. Die Polizei ist schon eingetroffen und sperrt die Straße. Vorsichtig schaue ich runter und sehe den Motorradfahrer auf den Gleisen unter mir liegen, Sanitäter sind bei ihm, ich gehe weiter, zu grausam erscheint mir die Szenerie. Ich sende ein kurzes Gebet ab, mit den Wünschen, dass er überleben möge. Abends lese ich im Netz nach, was passiert ist, der Motorradfahre hatte aus unerklärten Gründen ein parkendes Auto gerammt und wurde katapultartig über das Brückengeländer geschleudert. Zumindest scheint er den Unfall ohne lebensgefährliche Verletzungen überstanden zu haben. Doch ein mulmiges Gefühl bleibt, hätte ich nicht noch kurz zuvor Pause an der Promenade gemacht, wäre ich wahrscheinlich Augenzeugin dieses Unfalls geworden. Da wird einem schon anders im Bauch.

Meine Wanderung führte mich an diesem Tag einen schönen Höhenweg entlang, an zwei Schlössern geht es vorbei und durch einen willkommenen schattigen Wald. Ich entschließe mich dazu, auch die letzten fünf Kilometer zu meiner nächsten Unterkunft zu Fuß zurückzulegen. Die haben es allerdings in Punkto Hitze nochmal ordentlich in sich und so komme ich sehr verschwitzt aber glücklich in meinem „Sporthotel“ an, wo ich die einzige Wanderin unter Radlern zu sein scheine, ein Gefühl, dass sich schon am See breit machte.

Neben viel Wasser genieße ich meine wunderbare Unterkunft, mit eigener Terrasse, nutze die Zeit um Wäsche zu waschen und mache mich abends noch ins Dorf auf, um ein hervorragendes Schnitzel zu verputzen. Für den nächsten Tag ist wieder Hitze angesagt, also geht es früh ins Bett.

Übernachtung: Sporthotel Krenn

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7. Juli 2015 Gaißau – Bregenz – Bus Bregenz bis Hittisau

5 ½ Std, 26 km

Der nächste Tag hält, was die Wettervorhersage verspricht. Hitze! Ich starte vor acht Uhr und lege die ersten Kilometer bis zum Startpunkt der Wanderung in Gaißau dann doch mit dem Bus zurück. Es geht über Felder, dann durch einen Wald und an einer Schilflandschaft entlang. Obwohl es noch früh ist, bin ich nach kurzer Zeit schweißüberströmt. Eine erste Pause lege ich am Hafen Rohrspitz ein und erkundige mich, ob irgendwo ein Schiff fährt. Falls es noch heißer werden sollte, könnte ich ja so ein wenig abkürzen. Aber die Kellnerin teilt mir leider mit, dass bis Bregenz keine Abkürzung mit einem Schiff möglich ist. Ein Blick auf die Karte weist als nächstes Ziel Hard aus. Bis dahin schaffe ich es auf jeden Fall noch. Die  nächsten zwei
Stunden laufe ich dann in der prallen Sonne, die höher und höher steigt und ordentlich bruzzelt. Bei der Rheinmündung geht es ein Stück landein, also einen Umweg, doch als Entschädigung weht auf der Brücke ein schön frischer Wind. Auch wenn der es nicht schafft, mit trocken zu pusten, genieße ich die scheinbare Abkühlung auf der Autobrücke kurz. Als ich dann ein Waldstück erreichte – Schatten, endlich Schatten – gibt es für mich kein Halten mehr und ich lasse mich auf einer Bank nieder. Auch hier, Radfahrer über Radfahrer. „I’m an Alien“ am Bodensee. Mit neu gefundener Energie will ich auch das letzte Stück laufen. Als ich  Hard erreiche, sind es laut Beschilderung nur noch 1,5 Stunden, das packe ich! Und nehme dabei fast alle Pausenstellen mit, die Schatten bieten. Als Belohnung ist dann auch das letzte Stück bis Bregenz im Schatten. Und selbst dort ist es inzwischen unerträglich heiß. Als ich seeeehr langsam mein Tagesziel erreiche, fehlt mir jegliche Muße zum Sightseeing in Bregenz trotz Festspielhaus und bestimmt sehenswerter Altstadt. Ich suche stattdessen direkt den sehenswerten Busbahnhof auf. Ein klimatisierter Bus lockt und ich kann mich auf der Fahrt nach Hittisau schon ein wenig erholen.

Eine Stunde zu früh angekommen (die Unterkunft ist erst ab 17 Uhr bezugsfertig) stelle ich fest, dass es hier genauso heiß ist, obwohl ich mich jetzt auf fast 1000 Höhenmeter befinde. Auf einer schattigen Bank in der Nähe des Gasthofs lasse ich mich nieder, beende mein Buch und beobachte eine Ameisenstraße an einem Baum. Und am Ende bekomme ich noch Gesellschaft von einer Katze, die sich nur zu gern von mir streicheln lässt. Als ich mir die Schuhe binde, hat sie viel Spaß mit den Schnürsenkeln.

Da das Gasthaus Ruhetag hat, muss ich mir eine andere Lokalität für mein Abendessen suchen und lande mangels Alternativen beim Chinesen. Das Essen ist nicht so toll, dafür aber der Inhalt meines Glückskekses: Sie werden bald auf dem richtigen Weg sein! Das zweite gute Omen (nach der Nonne im Bus) auf meiner Reise.

Und kaum bin ich nach dem Essen in meiner Unterkunft angekommen macht sich ein herrliches Gewitter breit, selten hab ich mich so über Donner, Blitze und Platzregen gefreut, es kühlt merklich ab und ich genieße eine kühlere Nacht.

Übernachtung: Gasthof Ochsen

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Die Rheinmündung mit frischer Brise

8. Juli 2015 Hittisau – Staufner Haus

4 Std. ↑860 m

Die Wettervorhersage sagt morgens Schauer voraus. Und richtig, als ich frühstücke, pladdert es. Die ersten dicken Schauer will ich dann noch abwarten, bevor ich mich auf den Weg mache. Doch es hört und hört nicht auf, von Schauern kann keine Rede sein – also geht es mit Regenschutz auf meinem Wanderrucksack los. Das hätte ich mir gestern bei den heißen Temperaturen nicht träumen lassen.

Zunächst geht es bergab, Wanderer kommen mir nicht entgegen, noch ahne ich nicht, dass kein Wanderer an diesem Tag meinen Weg kreuzen wird.

An einem Abzweig scheine ich falsch abgebogen zu sein, zum Glück ist es kein langes Stück, also gehe ich den Waldweg wieder hinunter und nehme wie in meinem Führer beschrieben die Mautstraße, um dann nach einem guten Stück zu Fuß festzustellen, dass der Waldweg eben auf dieser Straße gemündet hätte. Da die Schauer weiterhin als Dauerregen runterkommen komme ich bereits klitschnass im einzigen Gasthaus auf der heutigen Strecke an. Kaum bin ich im Trockenen, hört es draußen auf zu regnen. Prima Timing! Nach einem interessanten Gespräch über meinen Kindle mit der Wirtin, einem warmen Tee im Bauch geht es dann weiter zum ersten Aufstieg des heutigen Tages, an dessen Ende das Staufner Haus auf mich wartet. Sozusagen die allererste wirkliche Bergetappe!

Es wird sehr schnell steil und der Weg ist nass und glitschig. Nicht immer bin ich mir sicher, wirklich auf dem richtigen Weg zu sein. Einmal muss ich sogar über eine Absperrung klettern und der anschließende Anstieg im kniehohen Gras lässt meine Hose endgültig richtig nass werden. Dazu kommt mehr und mehr Nebel auf. Doch zu meiner großen Erleichterung sagt mir der nächste Wegweiser, dass ich noch auf dem richtigen Weg bin. Ein wenig Herzklopfen ist nun doch dabei, so ganz allein, im Nebel am Berg. Und auch das nächste Hindernis lässt nicht lange auf sich warten beziehungsweise zwei. Kühe, die mitten auf dem Weg stehen. Ich nutze das, um kurz zu verschnaufen, doch dann will ich bei dem unwirtlichen Wetter wirklich weiter. Ich fange also an, mit den beiden Kühen zu sprechen und nähere mich vorsichtig. Die eine überlässt mir dann auch schnell bereitwillig den Weg. Mich trennen noch ca. 1 ¼ Stunden vom Staufner Haus, oder ist es sogar noch weniger? Frohen Mutes über meinen errungenen freien Weg beginne ich mit dem weiteren Aufstieg. Der Nebel wird unterdessen immer dichter. Durch einen Wald geht es und irgendwann tauchen Serpentinen auf. Weit kann es nicht mehr sein. Immer wieder jedoch muss ich kurz verschnaufen. Inzwischen hat sich die Sicht weiter verschlechtert, aber zum Glück sind alle paar Meter Pflöcke oder Steine mit roter Markierung, welch ein Glück!

Ich entdecke ein Haus und freue mich schon endlich ins Warme und trockene zu kommen, doch leider zu früh gefreut, es ist noch nicht die Hütte, doch es sind wohl nur noch 5 Minuten. Bei einer gesamten Gehzeit von 3:30 hatte ich mir diese Etappe so viel entspannter vorgestellt, aber das Wetter, die schlechte Sicht und der steile Aufstieg machen mir doch zu schaffen.

Am Ende dann noch ein paar steile Stufen abwärts, und dann bin ich da. Nachdem ich wieder trockene Klamotten anhabe, genieße ich einen Apfelstrudel mit warmer Vanillesoße und einen heißen Tee. Und bis heute ist das der beste Apfelstrudel meines Lebens gewesen!

Und abends bessert sich das Wetter dann noch so, dass man nun den einmaligen Ausblick von oben auf den Bodensee hat.

Übernachtung: Staufner Haus

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Endlich am Ziel, nachdem es sich mehr und mehr zuzieht

9. Juli Staufner Haus – Gunzesried

3 ½ Std. ↑30 m ↓ 700 m

Meine erste Hüttennacht! Komplett allein war ich in meinem Zimmer. Aber beim Abendessen hab ich noch zwei Wanderer kennengelernt, die den Weg gekommen sind, den ich eigentlich heute nehmen wollte. Die Gratwanderung nach Gunzesried. Laut meinem Wanderführer die erste schwere und anspruchsvolle Etappe. Die Wanderer sagen, dass der Weg sehr nass und nicht gut ist. Der Hüttenwirt versucht mich zu beruhigen, dass man den auf jeden Fall gehen kann. Ich bin wieder früh auf den Beinen, von anderen Wanderern ist mal wieder keine Spur zu sehen. Die Wanderung für heute entlang des Grates ist für 8 Stunden kalkuliert, unterwegs gibt es keine Möglichkeit sich zu verpflegen. Bis zur Seilbahn gehe ich ein Stück hinauf, das erste Stück des Grades möchte ich mir zumindest ansehen, bevor ich mich für eine andere Alternative entscheide. Der Wind pfeift ordentlich, die Wolken sind wieder sehr dunkel und ich beschließe dann doch, den direkten Abstieg zur Gunzesrieder Säge zu nehmen. 6 Stunden brauche ich bestimmt, denke ich. Kurz darauf zeigt mir ein Wegweiser jedoch nur 3 Stunden Gehzeit an, kurz hadere ich, da ich auf eine länger Tour eingestellt war und ja auch schon so früh losgelaufen bin. Aber sicher ist sicher. Ein paar Kühe sorgen auch für ein wenig Adrenalin, immer schauen sie einen sehr argwöhnisch an, einmal muss ich durch ein Gatter und alle Kühe laufen geradezu in meine Richtung. Aber sie lassen mich dann doch unbehelligt weiterziehen. Der Weg ist nun doch sehr unspektakulär und wird bald durch eine sehr lange Teerstraße abgelöst. An der Säge gönne ich mir dann einen Kaffee und treffe schon gegen 13 Uhr bei meiner Unterkunft „Beim Beck“ ein, wo ich sehr herzlich empfangen werde und komplett begeistert bin von dem schönen Quartier. Die ganze Woche hatte ich mir gewünscht, mal entspannt und nicht vollkommen kraftlos anzukommen, und dann passiert das ausgerechnet an dem Tag, an dem ich die längste Etappe geplant hatte.

Unterkunft: Beim Beck

10. Juli Gunzesried – Oberstdorf

7 Std. ↑970 m, ↓1100 m

Heute entscheide ich mich für eine längere Etappe, um ein paar der gestern zu wenig gelaufenen Kilometer wieder gut zu machen. Der Weg soll auch wesentlich einfacher sein, wie mir der Wirt gestern noch erzählt hat. Der Tag beginnt fantastisch, ein tolles Frühstück, das Wetter ist perfekt, die Luft klar und nicht zu heiß. 6 1/2 Stunden stehen auf dem Plan. Schweren Herzens verlasse ich die Pension Beck, in der ich mich sehr wohl gefühlt habe und erklimme die ersten Höhenmeter zur nächsten Seilbahnstation. So viele Menschen sind heute unterwegs, das bin ich nun gar nicht mehr gewohnt. Nacheinander sind Ofterschwanger Horn, Rangiswanger Horn, Weiherkopf dran. Und immer wieder bieten sich tollt Ausblicke auf die Nagelfluhkette und auf noch immer schneebedeckte Gipfel in den Alpen. Als ich dann den letzten Berg nehme, macht sich Stolz in meiner Brust breit. Meine erste Wanderwoche ganz allein. Der Testlauf, bevor es dann an das Herzstück der Alpenüberquerung in ein paar Wochen geht. Ich hab es geschafft, hab der Hitze trotzen können, bin an meine Grenzen gekommen, aber hab nicht aufgegeben und immer einen beziehungsweise den Weg gefunden.

Der Abstieg auf einer Asphaltstraße ist sehr sehr steil und macht überhaupt keinen Spaß, immer entlang der Seilbahn, beim nächsten Mal würde ich die sofort nehmen.

Das allerletzte Stück nach Oberstdorf geht dann entlang der Iller, auch das schaffe ich noch. Abends schlendere ich durch die Fußgängerzone,  gönne ich mir eine Pizza und freue mich über die zurückliegenden und vor mir liegenden Wandertage.

Übernachtung: Gästehaus Maxheim

691
Der Weg ist das Ziel!

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