Tief im Osten. Tour Brandenburg Beeskow – Cottbus

Juli 2019

84,33 km

Nachdem ich nun fast ein Jahr keine sonderliche Lust auf eine Tour verspürt habe, macht sich nun die erste Hummel bemerkbar. Und da ich zurück in Berlin bin, ist es keine Frage, wohin es geht. Mit dem Rad die nächste Etappe der „Tour Brandenburg“. So ziemlich genau ist es zwei Jahre her, dass ich die letzte Etappe in Beeskow beendet hatte. Ich habe noch keine einzige Tour in diesem Jahr gemacht und habe Respekt vor den über 80 Kilometern. Ganz früh schon mache ich mich auf dem Weg. Doch am Ostbahnhof fährt wegen eines Polizeieinsatzes zunächst keine S-Bahn. Als ich dann in eine einsteige höre ich wegen krakelender Betrunkener die Durchsage nicht, dass diese in die andere Richtung fährt. Also nächste Station raus und versuchen per Rad ganz schnell zum Ostkreuz zu kommen. Also einmal quer durch die Partybezirke, RAW Gelände, Warschauer Straße, am frühen Morgen gibt es schönere Anblicke. Als ich hechelnd auf dem Bahnsteig eintreffe ist mein Zug eigentlich seit 2 Minuten weg, doch er steht noch da und die Schaffnerin lässt mich noch hineinhuschen. Jetzt schon vollkommen außer Atem geht es los. Allein auf der Fahrt freue ich mich so sehr auf den bevorstehenden Tag. Und auch das erste Drittel der Tour strahle ich von einem Ohr zum anderen, zu schön, wieder in Brandenburg zu sein und den Geruch der Kieferwälder tief einatmen zu können. Die Wege fahren sich prima, ich trete ordentlich in die Pedale und habe nach guten 2 Stunden schon meine ersten 40 Kilometer intus, läuft doch! Das Schlaubetal geht so schnell vorbei, dass ich es mal wieder verpasse Fotos zu machen. Dafür mache ich dann meine erste verdiente Pause in einer wunderschönen Heidelandschaft und werde von zahlreichen Oldtimern passiert und sehr freudig begrüßt. Noch ist die Straße gut, aber dort wo ich herkomme, war es doch voller Sand und Schlaglöcher, ich hoffe, die alten Autos überstehen das ohne Schaden. In Peitz gibt es noch eine Kaffee&Kuchen-Pause. Das letzte Stück kenne ich schon von meiner vor Jahren gefahrenen Gurken-Tour. Rechts und links umgeben von Wasser, in der Ferne Kohlekraftwerke. Da ich gerade noch den nächsten Zug erwischen kann, halte ich mich in Cottbus nicht lange auf und sinke pünktlich gegen 15 Uhr auf den Bahnsitz. Erfüllt und glücklich!

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